Roman zum Blog

Juni 7, 2011

Auch mein Roman „Rapsgezeiten“ ist – nun endlich – erschienen!

Eine Liebeserklärung an die Nordsee, in den Hauptrollen das Watt, der Wind, die Gezeiten – erlebt von Marielou, begleitet von einer rätselhaften Frau aus dem Dünenwald …

Erhältlich ist der Roman im Buchhandel, bei amazon und bei epubli. In SPO hat ihn die „Bücherstube“ in der Badallee 10, nahe Markplatz Dorf, im Sortiment.

Natürlich freue ich mich, wenn Ihr eifrig bestellt, verschenkt, weiterempfehlt.

Titel: Rapsgezeiten
Autorin: Katrin Maren Schulz
Verlag: epubli GmbH
ISBN: 978-3-8442-0460-5

Über Feedback, Anregungen und Kommentare freue ich mich!

Gedichtband zum Blog

Mai 12, 2011

mein Gedichtband „andere Zeiten: echte“ ist erschienen!
Ein Buch voller Poesie und Fotografien über die Nordsee, das Watt, den Wind, die Gezeiten – und über die Liebe und das Dasein.

Erhältlich ist es im Buchhandel, bei amazon und bei epubli.
Und exklusiv in St. Peter-Ording, OT Dorf, bei „Ewa’s Modevitrine“ – Dorfstraße Ecke Olsdorfer Straße, neben der Eisdiele.

Natürlich freue ich mich, wenn Ihr eifrig bestellt, verschenkt, weiterempfehlt.

Titel: andere Zeiten: echte
Autorin: Katrin Maren Schulz
Verlag: epubli GmbH
ISBN: 978-3-8442-0375-2

Über Feedback, Anregungen und Kommentare freue ich mich!

Ahoi

Juni 16, 2010

Ich würde gerne einen wunderbaren letzten Blogeintrag schreiben, aber es geht nicht. So unendlich viele Erlebnisse der letzten Tage und Wochen schwirren kreuz und quer durch meinen Kopf. Der Grillabend im Hause, bei dem ich „Lotti“ kennenlernen durfte – DIE Lottie, die früher „Lottis Kajüte“ am Südstrand betrieb – der Erzählung nach eine Legende. Noch eine Nordsee-Freundin habe ich gefunden, und mit ihr zwei wunderbare Tage verbracht. Zum Finale heute war ich 9 Stunden lang am Strand, und habe ein letztes Bad in der See genommen. Ich weiß nicht mehr, wie ich all das beschreiben soll, was ich hier fantastisches erlebe.

Nun erwartet mich die alte Kratzbürste Berlin, und ich weiß jetzt schon, dass wir uns erst einmal argwöhnisch beäugen werden. Ich werde ihr zu gesund, ausgeschlafen und frisch aussehen. Sie wird mir verstaubt, stickig und laut sein. Und dennoch werden wir uns auf unsere Art in die Arme fallen.

Die Flut in meinen Augen steigt. Diese verdammten „letzten Male“. Das letzte Mal in der Nordsee, der letzte Prosecco in der Strandbar, das letzte Mal Richtung Sonnenuntergang schaukeln, das letzte Mal das Fahrrad vom Fahrradständer am Strand losketten, die letzten Sandkörner an den Füßen, das letzte Mal am Schilffeld entlang …

Zum Glück habe ich aus dem letzten Jahr gelernt, und schon für das nächste Mal in diesem Jahr gesorgt: Mitte Juli wird alles wieder zum ersten Mal kommen. Das erste Mal wieder in der Nordsee, der erste Prosecco in der Strandbar, das erste Mal Richtung Sonnenuntergang schaukeln …

Schaukeln zwischen meinen beiden Heimaten. Kaum mehr zu fassen wie gut es mir geht.

Ein rauschendes Fest

Juni 13, 2010

Samstag, 12.06.10: Neumond, Windstärke 7 aus West, einsetzende Flut: der Strand im Besitz der See!

Weit in den Strand hinein tanzen große kräftige Wellen mit ausladenden Gesten ihren Freudentanz. Auf ihnen schäumt weiß die Gischt, und funkelt in der Sonne. Wo sonst trockener Strand ist, überspülen die letzten Wellenausläufer den Sand zentimeterhoch. In ihnen spiegelt sich der Himmel. Unzählige Kitesurfer fliegen auf dem Wasser durch die Luft.

Der Steg zur Strandbar ist überspült, auch über ihn tanzen die Wellen hinweg. Unter und um die Strandbar herum sowieso.

Welch rauschendes Fest!

Hoch oben in der Strandbar liege ich. Der Pfahlbau vibriert und zittert im Wellentanz. Neben mich legt sich die Frau, die schon letztes Wochenende kurz mit mir geplaudert hat. Wir quasseln und erzählen und finden kein Ende. Manchmal regnet es für ein paar Minuten, wir bleiben liegen in unseren Regenjacken, und pellen uns daraus hervor, wenn die Sonne wieder strahlt. Das, was kurz regennass wurde an uns, hat schon längst der Sturm wieder trockengeweht. Irgendwann sind darüber fünf Stunden vergangen …

PS für Nicht-Nordsee-Kenner: bei Neu- und Vollmond sind die Gezeiten intensiver, und wenn starker Wind hinzukommt, entstehen gerne mal Spring- oder Sturmfluten. Dann gilt noch viel mehr als sonst: nichts wie an den Strand, um bloß nichts zu verpassen!

Ein lachendes Ja

Juni 11, 2010

Es ist wolkig und schwülwarm. Nach einem Vormittag über den (hoffentlich bald letzten) Korrekturen im Manuskript lockt mich der Ordinger Strand. Ich gehe und gehe, leichter Dunst liegt über See und Strand. Bald könnte es auch wieder anfangen zu regnen, der Himmel zieht sich zu …

Etwas in mir sagt: „Schreib es zu Ende – gehe nach Hause, und schreib es zu Ende! Geh!“

Ich sehe auf die Nordsee: ihre Wellenspitzen sind wie Münder, die ihre Lippen zu einem Lächeln schürzen.

„Freust Du Dich auf meinen Roman? Er ist eine Liebeserklärung an Dich“ frage ich sie.

Sie lacht mir zu aus ihren vielen Schaumkronenmündern, und aus ihrem Rauschen und Glucksen vernehme ich: „Ja“.

~ ~ ~ ~ ~

Es ist Freitagabend, 23 Uhr. Der Roman ist fertig. Komplett fertig.

~ ~ ~ ~ ~

Nirgendwann

Juni 9, 2010

Seenebel, mein Vierter. Nein, es war mehr als nur Seenebel: er bedeckte Wasser, Strand und Salzwiesen, waberte bis zum Deich, und kleine Nebelwölkchen plumpsten noch über den Deich hinweg ins Land hinein.

Mit dem Rad den Deichweg entlang durch tropfende salzige Luftschwaden, die Sicht maximal 80 Meter. Vom Strandwärter aus ist weder Strand noch Strandbar noch Wasser zu sehen. Nur Nebel.

Den Holzsteg zum Strand entlang: der Strandwärter hinter mir verschwindet im wabernden milchigen Nichts, dafür taucht schemenhaft die Strandbar aus dem Nebel auf.

Aus dem vorgelagerten Kiosk schallt irgendsoeine südseemäßige Strandmusik, die an Karneval in Rio erinnert. Eine Frau allein lehnt am Geländer und trinkt Coffee-to-go. Die südseemäßige Strandmusik verwabert sich mit dem Nebel ins Nichts und hinterlässt ein surreales Bild.

Der Seenebel lässt jegliches Zeitgefühl verlieren, das mir doch ohnehin schon fast entschwunden ist. Es gibt keine Tageszeit mehr.

Es ist irgendwann und nirgendwo. Ich bin irgendjemand mittendrin. Und bleibe es für vier Stunden.

Vollkommenheit

Juni 6, 2010

6:30 aufstehen, geweckt von den Vögeln im Baum vor meinem Schlafzimmerfenster. Zuhause schreiben bis 10, dann in die Strandbar, Manuskript überarbeiten. Dazu leiht mir N seine Schirmmütze zum Schutz vor der Sonne, und schenkt mir obendrein einen selbstgefundenen Bernstein.

Es ist warm, nein heiß, denn es hat – so untypisch für hier – keinen Wind.

Und dann, endlich: rein in die Nordsee! Gleich zwei Mal heute, auch wenn das Wasser sich zurückgezogen hatte am Nachmittag: planschen und rückenschwimmen geht immer, auch bei Ebbe. Das eine Mal schließt sich mir ein Hund an, der am Strand entlang tobt, und planscht mit mir zusammen. Die Salzwassertropfen fliegen und funkeln um uns herum.

Es ist so vollkommen.

Tage am Meer

Juni 6, 2010

Die Zeit fliegt dahin. Ich habe noch immer nicht all das gemacht, was ich hier unternehmen will. Komme einfach nicht dazu.

Zu sehr lockt der Strand: mal, weil die Flut bald einsetzt, und ich ihr dabei zusehen mag. Mal, weil Niedrigwasser ist, und ich durch Priele und welliges Fußmassagenwatt streunen mag. Mal, weil es am Strand ja heute noch schöner sein könnte als gestern.

Und was ist dann, am Strand? Es ist noch schöner als gestern.

new shoes in the watt

Juni 6, 2010

gemähtes Büro

Juni 1, 2010

Als ich nach Hause komme, packt H gerade seinen Rasen-Kanten-Schneider weg. Sieht mich, weist mit dem Kopf in Richtung des Strandkorbs im Garten, in dem ich gerne schreibe, und sagt:

„Ich habe Dein Büro gemäht“.

Es gibt Dinge, die erlebt man wahrscheinlich nur einmal im Leben.


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